13. August 2008
Treffen der Ballwerfer
Zweiter Schwarzwald-Bäder-Cup im Handball lockt internationale Konkurrenz nach Südbaden
 
Die HR Ortenau — hier Björn Gerber beim Wurf — ist der einzige Zweitligist beim Cup-Wettbewerb.(FOTO: M. HEUBERGER)
Von unserem Mitarbeiter Lars Bargmann

FREIBURG. Mit den Partien Pfadi Winterthur gegen TSV Dormagen und Frischauf Göppingen gegen den österreichischen Meister Bregenz beginnt am morgigen Donnerstag der zweite Schwarzwald-Bäder-Cup in Südbaden. Bis zum 17. August streiten die genannten Teams mit den Handball-Bundesligisten TV Großwallstadt, HSG Wetzlar, dem Schweizer Erstligisten Kadetten Schaffhausen sowie dem Zweitligisten HR Ortenau um die begehrte Trophäe.

Für die Teams ist der Bäder-Cup eine erste ernste Standortbestimmung vor der kommenden Saison, für die Trainer die Gelegenheit, die Stammformation zu finden und den Kader insgesamt zu finden. Der Vorverkauf für das Großereignis mit 16 Spielen in vier Tagen läuft nach Angaben von Roland Hoch vom Organisationsteam "eher schleppend" . Bei der Premiere im Vorjahr, die am Ende rund 3500 Zuschauern sahen, waren so kurz vor dem Startschuss viel mehr Karten abgesetzt worden. "Vielleicht liegt das an der Ferienzeit" , betreibt Hoch Ursachenforschung. Doch die Kassierer in den sieben Sporthallen in Weil am Rhein, Neuenburg, Oberhausen, Gutach, Lahr-Sulz, Sandweier sowie in der Willstätter Hanauerlandhalle, wo am Sonntag der Turniersieger ausgespielt wird, seien zuversichtlich, dass an den Abendkassen noch so viel Andrang herrsche, dass auch heuer eine erkleckliche Summe an soziale Projekte gespendet werden könne.

Cupverteidiger ist der TV Großwallstadt, der am Dienstag zusammen mit dem TSV Dormagen in die Sportschule Steinbach anreiste. Das TVG-Team um Trainer Michael Roth hat schon zwei Vorbereitungsturniere gewonnen und will auch den Bäder-Pokal verteidigen. Heute kommen Frischauf Göppingen und die HSG Wetzlar nach Neuenburg, morgen beziehen Bregenz und Schaffhausen ihre Quartiere.

"Das Feld ist noch attraktiver als im ersten Jahr, und das hatten sich die deutschen Bundesligisten auch so gewünscht" , begründete Peter Jehle vom Organisationsteam den Verzicht auf die beiden südbadischen Regionalligisten HSG Konstanz und SG Köndringen-Teningen, die 2007 noch dabei gewesen waren. Sportlich ordnet Jehle den Bäder-Cup unter die sechs wichtigsten deutschen Vorbereitungsturniere ein. "In der Vorbereitung gibt es keine Freundschaftsspiele" , meint Kurt Hochstuhl, Präsident des veranstaltenden Südbadischen Handballverbands, "deswegen werden wir hochintensive Begegnungen sehen."

http://www.schwarzwald-baeder-cup.de